Qualitätssicherung der Arzneimittelversorgung in Togo
Wie eine kleine Organisation beispielgebend neue Akzente beim „Arzneimittel Sammeln“ setzt.
Die pharmazeutische Industrie und die Apotheken sichern in Deutschland u. a. mit ihren QM-Systemen und Leitlinien eine Arzneimittelversorgung der Patienten auf hohem Niveau. Auch die Kranken in Entwicklungsländern und Krisengebieten haben nach der Versorgungsphilosophie der kleinen, aber höchst effektiv arbeitenden Nichtregierungsorganisation „Aktion PiT-Togohilfe e.V.“ aus Maisach bei München Anspruch auf die gleiche Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der für sie gespendeten Arzneimittel. Die Beachtung der Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation für Arzneimittelspenden wie z. B. Bedarfsermittlung, Tropeneignung der Medikamente und ausreichend lange Fristen vor dem Verfallsdatum bildet die Basis, an der die Mitarbeiter von Aktion PiT-Togohilfe e.V. die Annahme von Arzneimittelspenden orientieren. Doch über diese Grundforderungen hinaus ist es der vom Verein verpflichteten „sachkundigen Person“, nämlich Ltd. Pharmaziedirektor a.D. Dr. Erich Wolferseder gelungen, die lückenlose Kontrolle der Arzneimittelspenden von der Sammelstelle in Deutschland über das eigene Zentrallager in Togos Hauptstadt Lomé bis hin zu den Endempfängern, also den Buschkrankenstationen, zu schaffen, ständig aufrecht zu erhalten und zu garantieren. Das bedeutet, dass Dr. Wolferseder, oft unterstützt von weiteren Apothekern, sogar nach Togo mitreist (bisher 12 Reisen), selbstverständlich rein ehrenamtlich und auf eigene Kosten, um die Lagerung und Verteilung der Arzneimittelspenden auch in Togo zu überwachen, und dass er bis in die Buschkrankenstationen fährt, um vor Ort das medizinische Fachpersonal über die richtige Lagerung, Auswahl und Anwendung der deutschen Medikamente sowie deren Risiken und Nebenwirkungen etc. umfassend zu beraten. Das hat eine Vertrauensbasis sowohl bei den togoischen Gesundheitsbehörden als auch bei den deutschen Arzneimittelherstellern geschaffen, die es dem Maisacher Verein ermöglicht, jährlich mehr als 10 Hilfsgütertransporte mit u. a. vielen Arzneimittelspenden deutscher Pharmabetriebe nach Togo schicken zu können. Doch damit nicht genug: Nach fast 30-jähriger Erfahrung in der Arzneimittelversorgung in Togo stellten die Vereinsmanager fest, dass die WHO-Richtlinien zu allgemein für die speziellen Bedürfnisse in einem kleinen Entwicklungsland wie Togo sind. Dr. Wolferseder hat auf der Basis der langjährigen Projekterfahrung nunmehr eigene „Projektspezifische Leitlinien zur Qualitätssicherung der Arzneimittelversorgung togoischer Gesundheitseinrichtungen“ erarbeitet, die ab sofort die verbindliche Grundlage der Arbeit von Aktion PiT-Togohilfe e.V. in diesem Bereich darstellen. Über das reine Sammeln von Medikamenten hinaus bietet er auch Beratung und ggf. Fortbildung für das im Gesundheitswesen arbeitende Personal in Togo an, orientiert alle Lieferungen ausschließlich am tatsächlichen Bedarf, setzt einen prioritären Schwerpunkt auf die Versorgung mit Arzneimitteln für Kinder und hat ein noch verfeinertes System der ständigen Qualitätskontrolle und -prüfung eingerichtet.
Der togoische Gesundheitsminister Mally betonte bei der Übergabe eines der ersten Exemplare der Leitlinien durch die Vorsitzende Margret Kopp, das er keine andere Privat-Organisation kenne, die ein solch anspruchsvolles Qualitätssicherungssystem im Bereich der Arzneimittelversorgung in Togo aufweist. Aktion PiT-Togohilfe e.V. ist stolz auf ein solches Lob von hochoffizieller Stelle in Togo. Die Leitlinien können auch auf der Website www.aktionpit.de (Unter: Container-Informationen – Leitlinien downloaden) nachgelesen werden.
Aktion PiT – Togohilfe e.V.
Vorsitzende: Margret Kopp
Stefanusstr. 4
82216 Maisach
Tel. 08141/305363
info@aktionpit.de
Spendenkonto: 155 055 bei der VR-Bank Fürstenfeldbruck, BLZ 701 630 70.


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