Briefwechsel

Briefwechsel 1Kontakt zwischen den Pateneltern und den unterstützten Kindern ist erwünscht und wird intensiv unterstützt. Lassen Sie sich ruhig auf einen kleinen Briefwechsel mit Ihrem Schützling ein. Der Austausch über die unterschiedlichen Lebensbedingungen erwies sich bisher immer als interessant und gegenseitig befruchtend. Die Landessprache Französisch stellt dabei kein Problem dar, da alle Briefe – wenn nötig – übersetzt werden.
 Die Patenkinder sind gehalten, wenigstens dreimal pro Jahr zu schreiben: zu Weihnachten, zu Ostern und zum Schuljahresende, um den Erhalt Ihrer Patengelder zu bestätigen, über ihre Entwicklung und vor allem über ihre schulischen Leistungen zu berichten.

Der Dorfschreiber!

Je nach Alter schreiben natürlich nicht immer die Kinder selbst. Oft schreibt ein Elternteil oder ein Verwandter, der Tutor oder der “Dorfschreiber”. Da die Kinder aus sehr armen Familien stammen, dürfen Sie keine zu hohen Ansprüche an die Briefe stellen. Die Eltern sind meist Analphabeten und brauchen daher Hilfe beim Briefeschreiben. Außerdem ist ein Brief keine Alltäglichkeit, sondern eine ganz außergewöhnliche Aktion. Vermutlich ist es der einzige Brief, den die Kinder oder die Familie je zu schreiben hat. Wundern Sie sich daher nicht, wenn die Briefe manchmal stereotyp wirken oder die Schreiber Zuflucht zu Ihnen vertrauten Texten aus Gebeten nehmen.

Interessanter Gedankenaustausch!

Bei älteren Kindern, die ein Gymnasium besuchen, ensteht aber mitunter ein sehr interessanter Gedankenaustausch.
Wie gesagt, für die Kinder ist das Briefeschreiben an ihre unbekannten Pateneltern eine sehr wichtige und große Aufgabe. Umso mehr freuen sie sich, wenn sie auch Antwort bekommen. Dabei bedarf es nicht unbedingt langer Briefe, wenn Sie zeitlich sehr ausgelastet sind. Eine bunte Postkarte mit einem kleinen Gruß bereitet schon höchste Freude in Togo und schmückt jahrelang die Lehmhütte.

Kein normaler Postweg!

Es gibt in Togo keine Postzustellung. Wer es sich leisten kann, mietet sich ein Postfach. Unsere Patenkinder haben natürlich kein Postfach. Außerdem geht auf dem normalen Postweg sehr viel verloren. Schicken Sie daher Ihre Post an die Projektleiterin Margret Kopp. Sie leitet die Post über Vertrauenspersonen nach Togo und an die Betreuer der Patenkinder. So braucht die Post zwar manchmal lange, aber dafür kommt sie sicher an.

Kein Bargeld!

Ganz wichtig: Bitte, legen Sie kein Bargeld in Ihre Briefe oder Päckchen. Die Gefahr, dass so ein Brief verschwindet oder das Geld gestohlen wird, ist sehr groß. Die Enttäuschung ist dann auf beiden Seiten groß. Und selbst wenn der Geldschein ankommt, haben die Kinder keine Möglichkeit, den Schein zu wechseln. Unsere Patenkinder stammen alle aus sozial schwierigen Verhältnissen. Ihre Eltern sind meist Analphabeten und haben noch nie eine Bank betreten. Schicken Sie Ihre Geldspende lieber über das Konto der Aktion PiT. Es wird dann zuverlässig vom jeweiligen Betreuer in der Landeswährung ausgezahlt.

Übrigens: die größte Freude machen Sie Ihrem Patenkind, wenn Sie ihm ein 
Foto von sich schicken!